Was ist der Magenbypass?
Der Magenbypass (Roux-en-Y) ist eine der effektivsten Methoden zur chirurgischen Gewichtsreduktion. Bei diesem Eingriff wird der Magen zu einem kleinen Beutel von ca. 30 ml geformt und ein Teil des Dünndarms umgeleitet.
Wie funktioniert der Magenbypass?
Der kleine Magenbeutel wird direkt mit dem mittleren Dünndarm verbunden. Dadurch wird die aufgenommene Nahrungsmenge reduziert und ein Teil der Nährstoffe wird nicht mehr vollständig aufgenommen. Zusätzlich verändert der Eingriff hormonelle Signale, die Hunger und Sättigung regulieren.
Vorteile des Magenbypasses
- Durchschnittlicher Gewichtsverlust von 60–80 % des Übergewichts
- Sehr hohe Remissionsrate bei Typ-2-Diabetes (bis zu 80 %)
- Effektiv bei schwerer Refluxerkrankung
- Verbesserung von Bluthochdruck und Schlafapnoe
- Langfristige Ergebnisse
Wer kommt in Frage?
- Patienten mit BMI ≥ 35 mit Begleiterkrankungen
- Patienten mit Typ-2-Diabetes und Adipositas
- Patienten mit schwerer Refluxerkrankung
- Patienten nach gescheiterter Schlauchmagen-OP
Ablauf der Operation
Der Eingriff erfolgt laparoskopisch unter Vollnarkose und dauert ca. 2–3 Stunden. Der Krankenhausaufenthalt beträgt 3–4 Tage. Die Erholungszeit beträgt ca. 2–4 Wochen.
Verwandte Seiten: